Schwerpunkt Postpartale Depression
Psychotherapeutische Unterstützung bei einer postpartalen Depression
In den Wochen vor der Geburt dreht sich meist alles um die werdende Mutter. Jedoch wenn das Baby auf der Welt ist ändert sich das meist sehr schnell und die ganze Aufmerksamkeit wird auf das Baby gerichtet. Bei der ganzen Freude wird jedoch sehr häufig übersehen, dass die frischen Mamis in dieser herausfordernden Zeit mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit bräuchten. Viele Frauen suchen daher gezielt nach psychologischer Beratung in Wien, um einen geschützten Raum für ihre unterschiedlichen Bedürfnisse zu finden.
Nach einer Geburt entwickeln ca 15-20% der Frauen eine postpartale Depression. Symptome wie häufiges Weinen, Überforderung, Schuldgefühle und ein anhaltendes Stimmungstief können für Betroffene zu einer enormen Belastung werden. Die Frauen versuchen oft aufgrund von enormen Scham- und Schuldgefühlen nicht offen darüber zu sprechen. Von frischen Mamis erwartet ihre Umgebung, dass sie ausschließlich Glücksgefühle über ihre Mutterschaft haben. Das ist aber oft nicht der Fall.
In einer gemütlichen, einfühlsamen Atmosphäre kann Psychotherapie ein Weg aus der Krise sein. Es ist mir wichtig, Frauen in meiner Wiener Praxis dabei zu helfen, wieder zu ihrer Kraft zu finden und die erste Zeit mit ihrem Kind entlastet erleben zu können.

Unterschied zwischen einer postpartalen Depression und Babyblues
Babyblues bezeichnet die sogenannte Wochenbettdepression. Etwa 75% aller Frauen leiden unter dieser. Klassische Symptome sind ein starkes Stimmungstief, Gefühle der Überforderung, Ängstlichkeit, Reizbarkeit und generell ein Zustand hoher Sensibilität. Während die Wochenbettdepression einige Tage nach der Geburt auftritt und meist nach einigen Stunden bis maximal 2 Wochen von selbst abklingt.
Davon unterscheidet sich die postpartale Depression insofern, dass diese in den ersten Wochen bis Monaten des erstens Lebensjahres des Babys auftritt und viele mögliche Symptome hat, die sehr individuell sind.
Mögliche Symptome der postpartalen Depression sind:
- Eine anhaltende gedrückte Stimmung (man verspürt eine große Traurigkeit und ein Gefühl der inneren Leere)
- Interessensverlust und Lustlosigkeit
- Energielosigkeit (Müdigkeit und Erschöpfung)
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Verringertes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
- Schuldgefühle, Vorwürfe an sich selbst
- Ängste und Versagensgefühle
- Negative Zukunftsaussichten
- Schlafstörung
- Appetitverlust
- Suizidgedanken
Ursachen einer postpartalen Depression
Zu einer postpartalen Depression zählen mehrere Faktoren als Ursache. Einerseits findet sich der Frauenkörper in einer enormen hormonellen Umstellung (von der Schwangerschaft bis zur Geburt und dem Stillen), anderseits können aber auch genetische Veranlagungen oder auch Mangelerscheinungen eine Rolle spielen.
Ein wichtiger Faktor ist vor allem aber die soziale Komponente wie beispielsweise fehlende Unterstützung durch den Partner oder das Umfeld, schwierige Lebensumstände (Wohnverhältnis, finanzielle Probleme) und auch traumatische Geburtserlebnisse können wesentlich zur Entstehung einer depressiven Stimmung beitragen.
Wichtig sind ebenfalls die innerpsychischen Faktoren. Eine Geburt des Kindes bringt eine völlige Veränderung der Lebensumstände mit sich. Die veränderte körperliche Erscheinung, die unglaublich hohen Ansprüche an sich selbst aber auch die Veränderung von den gewohnten Rollen- und Beziehungsmustern können wesentlich sein.